Unsere moderne Elektroinstallation – Teil 1

Unsere moderne Elektroinstallation – Teil 1

Kai ist ja ein kleiner Geek… ziemlich smart und die gleichen Ansprüche stellt er auch an alles Elektronische in unserem Haus(-halt). Es war also schnell klar, dass es keine konventionelle Elektroinstallation bei uns geben würde: es musst schon eine moderne Elektroinstallation sein.

Moderne Elektroinstallation – was heißt das überhaupt?

Home Automation – Smart Home – Heimautomation … alles Begriffe, die im Moment in der Bauherrenwelt umherschwirren und am Anfang können sich die wenigsten etwas drunter vorstellen. Daher versuche ich dies mal zu tun und mache das auf eher plakative, als eine vielleicht immer technisch einwandfrei benamste Art und Weise. Man will sich ja endlich mal etwas drunter vorstellen können.

Smart Homes verbinden viele mit Schnick Schnack. Dabei geht es oft gar nicht so sehr um den Komfort, den solche Systeme bieten. Sondern vielmehr um eine Erleichterung des Alltags und, sobald alle Systeme optimal eingestellt sind, eine effizientere Nutzung knapper Ressourcen wie Strom oder Gas.

Aber jetzt noch einmal von Anfang an. Im Prinzip werden bei einer modernen Elektroinstallation nicht nur Stromkabel durch das Haus verlegt, sondern auch ja sagen wir Netzwerkkabel … heißen BUS-Kabel. Dadurch können Schalter ein- und ausgeschaltet werden, Lichter erhalten darüber den Impuls sich runterzudimmen oder auch die Heizung das Signal, sich selbst runter zu schalten auf eine niedrigere Temperatur. Wenn das alles miteinander vernetzt ist, kann man sein Haus dann zum Beispiel so einstellen, dass zum Sonnenuntergang das Licht angeht und die Raffstores runtergehen oder dass ab 22:00 Uhr die Heizung sich automatisch runterstellt. Auch könnte man die Brauchwasserwärmepumpe so einstellen, dass es besonders morgens und abends heißes Wasser gibt und dazwischen nur auf Abruf… all das und noch viel mehr macht eine moderne Elektroinstallation auf Knopfdruck oder auch ohne möglich. Manches davon können die einzelnen Geräte ja jetzt schon, aber nun können sie miteinander kommunizieren und von einer Stelle aus geregelt werden. Und dafür braucht es ein zentrales System.

KNX-System als Basis

Um das ganze Thema nun noch weiter zu verkomplizieren, gibt es noch einige unterschiedliche Systeme, um eine Home Automation zu Stande zu bringen. Busch-Jäger hat sein eigenes System, einige Fertighausanbieter auch. Dies sind dann aber meist geschlossene Systeme, d.h. nur Produkte dieses Herstellers können genutzt werden. Wir haben uns für das Hersteller-unabhängige KNX-System entschlossen. Preislich liegen wir hier wohl etwas höher als die geschlossenen Systeme, weil hier die einzelnen Bestandteile schon mehr können, aber die Unabhängigkeit war uns wichtiger. Zudem sich auch mehr Elektriker mit KNX – da allgemeiner Gebäudeautomations-Standard – als mit dem Smart-Home-System XYZ auskennen dürften.

Am Anfang steht aber auch hier… Unser Elektroschrank

… Schlitze schlagen, Kabel verlegen, Steckdosen setzen. Zu unseren Rohinstallationen gibt es ja auch schon eine Galerie. Da könnt ihr den Teil unserer Elektroarbeiten noch einmal nachvollziehen. Wir hatten das Glück einen Elektriker zu finden, bei dem wir mithelfen konnten. D.h. wir haben einiges der handwerklichen Dinge selbst gemacht und durften auch die Komponenten wie Schalter, Aktoren, Panels, Steckdosen etc. selbst einkaufen. Dafür haben wir einige gute Online Shops gefunden. Diese findet ihr hier im Bereich „Online Shops Bauen„. Der Elektriker übernahm dann wieder die Verkabelungen, das Anschließen von Heizung etc. und das Zusammensetzen des Schaltschrankes sowie die erste Programmierung unserer MDT-Taster. Mit diesen Tastern können wir das Licht schalten und dimmen, Raffstores und Rollos manuell runterlassen etc. Ein Vorteil ist hier… ein Schalter pro Raum und Bereich und damit keine langen Schalterleisten. So… dies soll einmal reichen als Einstimmung in dieses schwierige Thema. Bald folgt der zweite Teil… stay tuned

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