Unsere Planungen

Unsere Planungen

Zu Beginn unseres Bauprojekts haben wir auch überlegt ggfs. mit einem Fertighausanbieter zu bauen. Wir sind daher zu der Fertighauswelt in unserer Region gefahren, haben uns einige Anbieter angesehen und auch das ein oder andere Angebot erstellen lassen. Ganz am Anfang dachten wir, die Anbieter könnten uns auch bei der Grundstückssuche helfen, aber da kamen wir uns eher vor wie bei der Mafia als bei einem vertrauensvollen Gespräch und so haben wir das dann selbst in die Hand genommen. Die Webseiten der Fertighausanbieter sind aber eine super Grundlage, um sich mit Grundrissen auseinander zu setzen. Wir wussten so welche Lösungen uns gefielen, was wir anders machen würden und kamen so Stück für Stück zu unserem Traumgrundriss. Gut, der eine Teil gefällt mir etwas besser, der andere Teil Kai. Aber was soll man machen… Bauen ist so oder so ein stetiger Kompromiss.

Fertighaus vs. selbst koordiniert

Leider konnten wir uns dann mit keinem Fertighausanbieter anfreunden. FingerHut und Hanse Haus waren im engeren Rennen, aber aus dem Bauch heraus wollten wir dann doch mehr Freiheit. Verwandte hatten bereits mit einem Rohbauunternehmer aus der Region gute Erfahrungen gemacht (zu dem Unternehmen später mehr) und so entschieden wir uns doch für ein Haus in Eigen-Regie. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir keinen zeitlichen Stress haben, da wir derzeit noch in einer Wohnung der Familie wohnen und so frei sind bzgl. Umzugstermin. Zudem hat die Familie bereits Bauerfahrung, so dass wir auch sicher gehen konnten, dass wir moralische Unterstützung haben. Wer möglichst genau wissen will, wann er umzieht, und jemanden braucht, der alles fachlich und zeitlich koordiniert, dem empfehle ich eher ein Fertighaus zu nehmen, egal in welcher Variante. Denn so ganz simpel ist so ein Hausbau nicht. Es muss viel zu viel rechtlich und bautechnisch beachtet werden.

Grundriss, Gewerke, Finanzen

Ganz am Anfang der konkreten Planungen stand dann natürlich, den Grundriss zu finalisieren. Wir brauchten keinen Architekten, da unser Rohbauunternehmen auch Grundrisse erstellen darf. Für die Statik haben wir dann noch jemand gesondert beauftragt. Der Grundriss ist natürlich auch zu einem gewissen Maße vom Grundstück abhängig und so fügte sich dann nach und nach alles zusammen. Auf Basis dessen konnten wir dann die ersten Angebote einholen und kamen so dann auch auf eine Schätzung, was das Ganze kosten würde. Einen gewissen Teil davon haben wir dann als Finanzierung aufgenommen und das Gesamtbudget auf die einzelnen Gewerke aufgeteilt. Für die Gewerke, die wir bis dahin nicht beauftragt hatten, hatten wir so einen gewissen finanziellen Rahmen, den wir einhalten wollten (was nicht immer geklappt hat, aber auch dazu später mehr). Und an den Gewerken kann man sich langhangeln, damit man weiss was nach und nach organisiert werden muss.

Die unendliche Geschichte

Die Planungen für so ein Haus in Eigen-Regie hören praktisch nie auf. Wir sind jetzt schon 3 Monate am Bauen und entscheiden immer noch jede Woche gewisse Dinge. Organisieren, die Handwerker aufeinander abstimmen etc. es ist viel Arbeit. Man hat eben keine Bauleitung über einen Fertiganbieter und auch eine Bemusterung findet nicht statt. Was schön ist, weil man an keinen Katalog gebunden ist und sein Haus super individuell zusammenstellen kann. Aber man ist halt auch nie fertig, bis das Haus fertig ist. Das heißt, dass die Bauphase super anstrengend ist und das nicht nur körperlich. Auch die Finanzen müssen ab und an überprüft werden und der Zeitplan… ja den gibt es praktisch nicht. Erst ab dem Zeitpunkt, wo der Estrich reinkommt, trauen wir uns einigermaßen verlässliche Umzugspläne zu machen. Alles ist im Fluß… und dies über einen langen Zeitraum.

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